Die Anfälligkeit der Wissenschaftszeitschriften für Fälschungen

Vor knapp einem halben Jahr publizierte John Bohannon seinen Beitrag „Who is afraid of Peer Review?“ im Wissenschaftsmagzin Science. Er sprach darin Open Access Zeitschriften recht pauschal die Qualitätsicherung ab, da diese sich teils (um genau zu sein: sehr selten) über Publikationsgebühren finanzieren und daher – so Bohannon – geneigt seien, gegen Zahlung jedes Paper mehr oder minder ungeprüft zu publizieren. Seither hat nicht nur die Science herausgebende American Association for the Advancement of Science (AAAS) selbst ein Open Access Journal angekündigt, das sich über Artikelgebühren finanziert und das, nimmt man Bohannons Interpretation an, ebenfalls unter einem deutlichen Qualitätsvorbehalt zu stehen hätte. Nein, es zeigte sich, wie schon in einem Telepolis-Artikel über Bohannons Attacke auf Open Access ausgeführt, kürzlich wieder einmal, dass sich miserable Qualitätssicherung nicht nur in Open Access, sondern in gleicher Weise auch in Closed Access Journalen findet. Betroffen waren diesmal Publikationen der Verlage IEEE und Springer, mehr dazu wiederum in Telepolis.

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