Big Data und die Perspektiven kritischer Sozial- und Kultur­wissenschaften – Symposium an der Universität Linz

Urheber: Jeremy Keith, online unter https://www.flickr.com/photos/adactio/9276962702/, verfügbar unter Creative Commons Lizenz: CC BY Generic 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/
Urheber: Jeremy Keith, online unter https://www.flickr.com/photos/adactio/9276962702/
Verfügbar unter Creative Commons Lizenz: CC BY Generic 2.0, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/

Am 27. und 28. 4. 2017 findet an der Johannes Kepler Universität in Linz (Österreich) ein Symposium zum Thema Big Data:  Perspektiven kritischer Sozial- und Kultur­wissenschaften statt. Die wissenschaftliche Leitung der für Besucher kostenfreien Veranstlatung hat Prof. Gerhard Fröhlich inne. Hier Einladungstext und Terminplan zur Veranstaltung, beides der Website zur Veranstaltung entnommen:

Johannes Kepler Universität (JKU) LINZ, Uni–Center (=Mensagebäude, neben Schloss),
Altenberger Str. 69, 4040 Linz, 2. Stock (Außenstiege / Außenlift)

„BIG DATA ist in aller Munde. Eine glorreiche Zukunft in der „Datengesellschaft“ wird uns prophezeit. BIG DATA  war ursprünglich ein technischer Begriff für Datenmengen, die bei der Analyse (v.a. in sog. „Echtzeit“) die konventionellen Computerkapazitäten überforderten (z.B. in der Klimaforschung). Heute wird BIG DATA äußerst vage und vieldeutig verwendet, um unterschiedlichste direkt oder indirekt kommerzielle Ziele zu verfolgen, z.B. Siege in Formel 1-Rennen, Prognosen von Aktienkursen und Seuchen, invasives Marketing. Es geht um Kontrolle, gerade auch um die Kontrolle der Zukunft. Goldgräberstimmung macht sich breit…

Wir möchten in dieser Veranstaltung versuchen, die Methoden der BIG DATA-Analytik verstehen und kritisieren zu lernen und ihre möglichen Auswirkungen auf das menschliche Zusammenleben abzuschätzen. Ethische Überlegungen sind dabei unverzichtbar. Beschert uns BIG DATA tatsächlich das gelobte digitale Land? Oder geraten wir in Endlosschleifen? Denn die BIG DATA-„Prognosen“ betreiben die Fortschreibung des Bisherigen und dessen Verstärkung. Wo bleibt da noch Platz für NEUES? Das „Ende der Theorie“, das Ende wissenschaftlicher Modelle, das Ende wissenschaftlicher Methoden wird proklamiert. Die Perspektiven kritischer Sozial- und Kulturwissenschaften, von Wissenschafts- und Kulturtheorie, Wissenschafts- und Informationsethik stehen daher im Vordergrund der Vorträge, Diskussionen, Demonstrationen, Präsentationen, Science-Datings.“

PLENARTERMINE: Do., 27.4.2017, ab 15.30 Uhr, Fr., 28.4.2017, ab 13 Uhr s.t. und 16 Uhr s.t.

SCIENCE DATING (=wissenschaftliche Sprechstunde, 20 Minuten alleine mit eineR Referentin):
Fr., 28.4.2017, ab 10 Uhr (individuelle Terminvereinbarungen)

Programm:

Do., 27.4.2017, ab 15 Uhr: Kennenlernen, Kaffee & Kekse

Do., 27.4.2017, 15.30 Uhr, WORKSHOP 1: GLÄSERNE MENSCHEN?

Gerhard Fröhlich, Linz: Big Data: Die Verheissungen
Silja Kempinger, Linz: „Wir kennen jeden Menschen besser als diese sich selbst“
Andrea Ghoneim, Krems: David gegen Goliath – oder welche Datenbasis bringt welche Erkenntnisse

Fr., 28.4. 2017, 13 Uhr s.t., WORKSHOP 2: „ROHES“ & „GEKOCHTES“

Gerhard Fröhlich, Linz: „Rohes“ & „Gekochtes“, informationswissenschaftlich
Herbert Hrachovec, Wien: Rohdaten oder Der Mythos des Vorgegebenen
Ulrich Herb, Saarbrücken: Metriken, Kennziffern, Event Logging – Informationswissenschaft pro oder Contra Wissenschaftssteuerung?

15.30 Uhr Pause

Fr., 28.4. 2017, 16 Uhr s.t., WORKSHOP 3: „ZWISCHEN HIMMEL & ERDE“

Dirk Solte, Karlsruhe: Big Data-Analytik – Auswirkungen auf Beschäftigung und Teilhabefairness
Andreas Vogl, Wels: Datenbilder und der Kampf um Aufmerksamkeit

Abschlussdiskussion

SCIENCE DATINGs (20 Minuten wissenschaftliche Sprechstunde, alleine mit eineR ReferentIn) nach Vereinbarung. v.a. Fr., 28.4. 2017, 10-12 Uhr oder Do., 27.4., 13-15 Uhr

 

 

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