Pay What You Want als Finanzierungsmodell im Open Access?

Der Stuttgarter Thieme Verlag legt ein neues Open-Access-Journal auf, das sich zwar mit Artikelgebühren finanziert, bei dem aber der Autor den Betrag bestimmt, den der Verlag für die Publikation seiner Einreichung erhält. Mehr dazu in Telepolis „Open Access: Pay What You Want“.

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Wohin bewegt sich Open Access?

Vor fünf Tagen verkündete die Max-Planck-Gesellschaft, dass drei ihrer Living -Reviews-Journale in Zukunft von Springer angeboten werden:  Living Reviews in Relativity, Living Reviews in Solar Physics und Living Reviews in Computational Astrophysics. Christian Gutknecht vom Schweizerischen Nationalfonds SNF bemängelte heute in der Mailingliste IP OA die unklare Informationslage zum Wechsel der Zeitschriften und stellt sich ähnliche Fragen, wie ich es auch tue.

Die Gründe für den Wechsel liegen im Dunkeln, so dass man viele Vermutungen anstellen kann: War der Betrieb der Journale für eine wissenschaftliche Einrichtung zu aufwändig? Wie wird das Finanzierungsmodell aussehen? Es ist nicht anzunehmen, dass Springer auf Artikelgebühren verzichten wird. Floss womöglich eine Kompensation an die MPG? In jedem Fall ist der Wechsel der Journale ein schlechtes Signal für Open Access, stärkt der Übergang dreier Journale eines Aushängeschilds des Open Access, der Living Reviews, doch den Stellenwert des kommerziellen Open Access Publishing und schwächt den nicht-kommerziellen und in akademischer Selbstverwaltung betriebenen Open Access.

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