Impact messen in den Sozialwissenschaften und der Soziologie – mit Web of Science, Scopus, Google Scholar oder Altmetrics?

Am 23.09.2016 hielt ich im Rahmen der Tagung Forschungsmetriken als Dienstleistung: Herausforderungen und institutionelle Wirkungen am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung WZB einen Vortrag mit dem Titel Forschungsmetriken und Impact in den Sozialwissenschaften. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Altmetrics besser als Zitationsdaten geeignet sind, den Impact (was immer man darunter verstehen mag)  sozialwissenschaftlicher Literatur zu erfassen. Meine Bilanz ist ernüchternd:  Zwar sind Altmetrics prinzipiell den Zitationsdatenbanken Web of Science oder Scopus insofern überlegen als sie auch nicht in Journalen erschienene Werke erfassen. Allerdings dominieren in den Altmetrics-Datenquellen, genau wie im Web of Science oder Scopus, englischsprachige Journalartikel. Folglich findet sich das Problem der fragmentarischen Impact-Erfassung speziell deutschsprachiger sozialwissenschaftlicher Literatur auch bei Altmetrics. Es wird verstärkt durch die seltene Verwendung der DOI in deutschsprachiger sozialwissenschaftler Literatur, denn die Altmetrics-Werte werden zumeist mittels DOI-Parsing ermittelt. Eher als Altmetrics scheint hingegen Google Scholar geeignet, den Impact sozialwissenschaftlicher Literatur zu beschreiben – zu diesem Schluss kam ich auch in meiner Dissertation.

Der besagte Vortrag findet sich in Slideshare unter http://www.slideshare.net/uherb/forschungsmetriken-und-impact-in-den-sozialwissenschaften

 

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Ein Gedanke zu „Impact messen in den Sozialwissenschaften und der Soziologie – mit Web of Science, Scopus, Google Scholar oder Altmetrics?

  1. […] Impact messen in den Sozialwissenschaften und der Soziologie – mit Web of Science, Scopus, Goo… – Ulrich Herb hat sich im Rahmen eines Vortrags mal genauer mit der Impactmessung in den Sozialwissenschaften und der Soziologie auseinandergesetzt. Im dazugehörigen Foliensatz fasst er zuerst den status quo zusammen (inkl. der Kritiken an den existierenden Messmethoden) und rollt danach seine Einschätzung aus. Lesenswert, wenngleich die Folien sicher nur einen Teil seiner Argumentation in dem Vortrag ausmachen (das ganze Narrativ wäre sicher spannender). Erstaunlich finde ich auch, dass am Ende Google Scholar tatsächlich am ehesten geeignet zu sein scheint. […]

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