Heatmap: Anteil der Open-Access-Journale pro Land

Miguel Navas F. postete gestern auf Twitter einen Link zu einer Heatmap, die den Open-Access-Anteil unter allen Journalen eines Landes darstellt. Die Heatmap ist als interaktive Google Spreadsheet angelegt und unter https://docs.google.com/spreadsheets/d/1RW5fmFfkcXBlt2E0Vz1P-zaQJXSEIJhCiVoiG8KYHcQ/pubchart?oid=1841277340 erreichbar – weswegen ich sie leider nicht direkt hier einbinden kann. Als Datenquelle nutzte er die Datenbank Ulrich’s Periodicals. Den höchsten Open-Access-Anteil findet man übrigens in Indonesien mit mehr als 86 % – wobei allerdings die absoluten Zahlen nicht eingesehen werden können. Deutschland erreicht, vergleichbar den USA und dem UK, cirka 10 %, Brasilien über 60 %, Indien, angeblich Nest der Predatory Publisher, ungefähr 19 %.

 

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Open Access Heatmap 2016

Just as 2015 and 2014 I produced an Open Access Heatmap using data provided by the Directory of Open Access Journals (DOAJ). I calculated the number of Open Access Journals per country as listed by the DOAJ (this quite trivial data can be downloaded as a CSV file here, it was retrieved from the DOAJ yesterday). Using this CSV file with the online service CartoDB I produced the following heatmap visualizing the number of Open Access Journals per country. Please note that the map is generated by CartoDB and that CartoDB’s terms of use and terms of service apply. Click on a country to see how many Open Access Journals are published there. The countries publishing most of the Open Access Journals listed in the DOAJ are: Brazil (873), the United Kingdom (754) and the United States of America (675). Please feel free to use the CSV file and mash it up with other data just as Christian Heise did with the data from 2015.

Earlier this year the DOAJ cleaned its index and removed about 3,300 journals,  this explains why the numbers for 2016 differ so much from the heatmaps of 2015 and 2014.

Please note that the map has only illustrative value and of course it is obvious that it needs to be contextualized with other information to allow profound conclusions. Anyone who wants to have more detailled or granualar information is invited to take the data available on the web and to build heatmaps that visualize for instance the number of Open Access articles published per country. Of course it may also be useful to take other indicators into account as consumer price index, expenditures for research or the number of scientists.

Although I am very well aware of all these limitations of the heatmap published here unfortunatley I do not have the time to collect the data and build these maps – it is up to the rest of the Open Access community to do so if it thinks better maps are needed.

 

 

Cite this article as: Ulrich Herb, Open Access Heatmap 2016, in scinoptica, 16. September 2016, https://www.scinoptica.com/2016/09/open-access-heatmap-2016/.

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Studie zu Open-Access-Publikationsgebühren in Deutschland erschienen

Najko Jahn und Marco Tullney publizierten kürzlich in PeerJ einen Artikel mit dem Titel  A study of institutional spending on open access publication fees in Germany. Darin werten beide Daten des Projektes Open APC aus, das Daten zu an deutschen Hochschulen und Forschungseinrichtungen entrichteten Publikationsgebühren im Gold Open Access sammelt. Die Informationen erlauben Vergleiche mit dem UK und Österreich, wo  Wellcome Trust respektive  der Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung FWF entsprechende Daten anbieten. Dennoch unterscheiden sich die Daten aus Deutschland in mancher Hinsicht von denen aus dem UK und Österreich: Während die Zahlungen des Wellcome Trust und des FWF direkt von Forschungsförderern stammen und im Rahmen von Projektbewilligungen ausgeschüttet werden, geben die Daten aus Deutschland Auskunft über von Hochschulen und Forschungseinrichtungen beglichene Gebühren. Die Zahlungen deutscher Hochschulen werden teils mit Zuschüssen aus einem Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG versehen – womit doch wieder eine Förderorganisation beteiligt ist. Im Unterschied zu Wellcome Trust und FWF deckelt die DFG jedoch ihre Untersützung und beteiligt sich nur an der Finanzierung von Artikeln, deren Gebühren maximal 2.000 € betragen. Mehr dazu in Telepolis unter dem Titel Open Access: Teuer und neue Monopole.

Hier auch die bibliographischen Angaben zum Paper von Najko Jahn und Marco Tullney:

Jahn N, Tullney M. (2016) A study of institutional spending on open access publication fees in Germany. PeerJ 4:e2323 https://doi.org/10.7717/peerj.2323

 

 

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unglue.it befreit Bücher mittels Crowdfunding

Die Crowdfunding-Plattform unglue.it schafft die Möglichkeit, bereits publizierte Bücher für die DRM-freie Onlineverwendung freizukaufen. Dies setzt das Einverständnis der Rechteinhaber voraus, mit denen Kompensationszahlungen ausgehandelt werden müssen; die Verhandlungen übernimmt anscheinend das unglue.it-Team. Ist die Höhe der Zahlungen festgelegt, startet das Crowdfunding-Projekt, in dem jedermann/-frau eine frei bestimmbare Zahlung zur Unterstützung des Projekts (sprich: des Freikaufens eines Buches) festlegen kann. Erst wenn der mit dem Rechteinhaber vereinbarte Betrag zuzüglich entstehender Zusatzkosten erreicht wird (und auf keinen Fall vorher), werden die von den Usern zugesagten Zahlungen zur Unterstützung des Projekts eingezogen und die Bücher zur DRM-freien Online-Nutzung im ePub-Format konvertiert und freigegeben. Alle Bücher werden unter einer Creative Commons Lizenz bereitgestellt, standardmäßig unter der Creative Commons Attribution-NonCommercial-NoDerivatives (CC BY-NC-ND) Lizenz, das letzte Wort über die Wahl der Lizenz hat der Rechteinhaber. Um die Plattform nutzen zu können, ist es nicht nötig, bereits eine digitale Version des Werkes zu besitzen. Alle anfallenden Kosten (ggf. Scan, Konvertierung, etc.) sollten in den veranschlagten Projektkosten berücksichtigt sein, bei der Auswahl eines technischen Partners unterstützt unglue.it.

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Open Access Heatmap 2015

Just like last summer I produced an Open Access Heatmap using data provided by the Directory of Open Access Journals (DOAJ). I calculated the number of Open Access Journals per country as listed by the DOAJ (this quite trivial data can be downloaded as a CSV file here). Using this CSV file with the online service CartoDB I produced the following heatmap visualizing the number of Open Access Journals per country. Please note that the map is generated by CartoDB and that CartoDB’s terms of use and terms of service apply. Click on a country to see how many Open Access Journals are published there.

 

 

Cite this article as: Ulrich Herb, Open Access Heatmap 2015, in scinoptica, 2. September 2015, https://www.scinoptica.com/2015/09/open-access-heatmap-2015/.

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Pay What You Want als Finanzierungsmodell im Open Access?

Der Stuttgarter Thieme Verlag legt ein neues Open-Access-Journal auf, das sich zwar mit Artikelgebühren finanziert, bei dem aber der Autor den Betrag bestimmt, den der Verlag für die Publikation seiner Einreichung erhält. Mehr dazu in Telepolis „Open Access: Pay What You Want“.

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Wohin bewegt sich Open Access?

Vor fünf Tagen verkündete die Max-Planck-Gesellschaft, dass drei ihrer Living -Reviews-Journale in Zukunft von Springer angeboten werden:  Living Reviews in Relativity, Living Reviews in Solar Physics und Living Reviews in Computational Astrophysics. Christian Gutknecht vom Schweizerischen Nationalfonds SNF bemängelte heute in der Mailingliste IP OA die unklare Informationslage zum Wechsel der Zeitschriften und stellt sich ähnliche Fragen, wie ich es auch tue.

Die Gründe für den Wechsel liegen im Dunkeln, so dass man viele Vermutungen anstellen kann: War der Betrieb der Journale für eine wissenschaftliche Einrichtung zu aufwändig? Wie wird das Finanzierungsmodell aussehen? Es ist nicht anzunehmen, dass Springer auf Artikelgebühren verzichten wird. Floss womöglich eine Kompensation an die MPG? In jedem Fall ist der Wechsel der Journale ein schlechtes Signal für Open Access, stärkt der Übergang dreier Journale eines Aushängeschilds des Open Access, der Living Reviews, doch den Stellenwert des kommerziellen Open Access Publishing und schwächt den nicht-kommerziellen und in akademischer Selbstverwaltung betriebenen Open Access.

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