High Impact Journale der Medizin und Open Access

Zwanzig Prozent der high Impact Journals der Web Of Science Kategorie General & Internal Medicine erscheinen Open Access: Unter den zehn Journalen  mit den höchsten Journal Impact Factor Werten in dieser Sektion finden sich aktuell zwei Open Access Journale: PLoS Medicine auf Rang 5 und BMC Medicine auf Rang 8.  Unter den zwanzig Top-JIF-Journalen der Kategorie finden sich zwei weitere Open Access Vertreter: The Annals of Family Medicine (Rang 15) sowie Das Deutsche Ärzteblatt International (Rang 20).  Die beiden letztgenannten Zeitschriften verlangen keine Publikationsgebühren, wohingegen bei PLoS Medicine 2.900 US-Dollar und bei BMC Medicine 2.580 US-Dollar Gebühren anfallen. Diese Beträge können aber reduziert werden, z.B. bei entsprechender regionaler Herkunft der Autoren oder Bestehen einer institutionellen Mitgliedschaft ihrer Einrichtungen. Die an dieser Stelle fehlenden Angaben zu Publikationsgebühren der 16 Closed Access Journale sollen ausdrücklich nicht zur Annahme verleiten, diese Zeitschriften verlangten keine Zahlungen dieser Art.

Artikel in PloS Medicine und BMC Medicine erscheinen übrigens unter einer Creative Commons BY Lizenz [1, 2], wohingegen The Annals of Family Medicine und Das Deutsche Ärzteblatt International ihre Publikationen nicht nur unter eine offene Lizenz stellen und sie alleine zum entgeltfreien Download (Gratis Open Access) anbieten.

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Tamiflu und der Zugang zu Daten

Tamiflu wird von Roche Pharma jährlich zu Beginn der Grippesaison in großem Stil abgesetzt, da ganze Nationen sich damit gegen drohende Pandemien wappnen wollen, dennoch ist seine Wirksamkeit umstritten. Kein Wunder, dass der Konzern die Offenlegung klinischer Daten, mittels derer das Präparates bewertet werden könnte, verweigert. Mittlerweile fordern Mediziner bereits den Boykott von Roche-Produkten, mehr dazu in Telepolis unter „Was hat Roche zu verbergen? Tamiflu und der schwierige Zugang zu klinischen Daten

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Korrelationen zwischen Anzahl georderter Reprints, Pharmaförderung & Publikationswahrscheinlichkeit bei Artikeln in Medizinjournals

Von der Pharmaindustrie geförderte Artikel in medizinischen Journalen werden wesentlich häufiger als andere Publikationen als Nachdruck geordert. Die Autoren der Veröffentlichung „High reprint orders in medical journals and pharmaceutical industry funding: case-control study“ machen in diesem Zusammenhang einen Interessenskonflikt aus, da Reprints eine wesentliche Einnahmequelle der Journale darstellen und in der beschriebenen Art geförderte Einreichungen von wissenschaftlichen Zeitschriften eher als andere zur Publikation akzeptiert werden.

Mehr dazu zusammengefasst in Telepolis:
Viele Reprints helfen viel. Erhöht Förderung von Artikeln durch die Pharmaindustrie die Publikationswahrscheinlichkeit?

Oder im Original-Artikel:
Handel, A. E., Patel, S. V., Pakpoor, J., Ebers, G. C., Goldacre, B., & Ramagopalan, S. V. (2012). High reprint orders in medical journals and pharmaceutical industry funding: case-control study. BMJ, 344(jun28 1), e4212-e4212. doi:10.1136/bmj.e4212, http://www.bmj.com/content/344/bmj.e4212

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